Wir zeigen Ihnen hier alle wichtigen Schritte für eine Infrastruktur Visualisierung in GeoVisual (inkl. einem vollständigen Testdatenpaket)!

Nachdem Sie sich einen Account erstellt haben, können Sie die Software 14 Tage lang kostenlos testen. Anschließend wechselt die Lizenz in den kostenlosen Viewer Modus oder Sie bestellen die kostenpflichtige Version.

Für einen schnellen und einfachen Einstieg haben wir ein Demodatenpaket zusammengestellt.

Die Geodaten des Demodatensatzes stammen von “Bayerische Vermessungsverwaltung – www.geodaten.bayern.de

Möchten Sie mehr über öffentlich verfügbare Geodaten erfahren oder Daten für ein bestimmtes Projekt finden? Dann werfen Sie einen Blick in unsere Geodatensammlung.

Vorbereitungen

GeoVisual installieren – zwei Wochen kostenlos testen

Erstellen Sie einen GeoVisual-Account und laden Sie GeoVisual – Civil Engineer herunter.
Nach dem Erstellen des Accounts beginnt die zweiwöchige Testphase. Achten Sie bitte auf die Hardwareanforderungen.

Demodaten-Paket herunterladen & prüfen

Laden Sie sich die Demodaten herunter und entpacken Sie diese an einem Ort Ihrer Wahl. Nachdem diese in GeoVisual importiert wurde, greift die Software nicht mehr auf die Originaldaten zu.

Jetzt kann es losgehen!

Öffnen Sie nun die Software und gehen Sie die einzelnen Schritte durch. Dieses Tutorial fokussiert sich ohne Umwege auf die wesentlichen ersten Schritte. Die in den Bulletpoints beschriebenen Arbeitsschritte können Sie auch in den zugehörigen Bildergalerien sehen.

In 10 Schritten zur Visualisierung

1. Neues Projekt erstellen

In GeoVisual – Civil Engineer werden alle relevanten Einstellungen durch die Geodatenimporte automatisch gesetzt. Sie müssen also nur ein neues Projekt erstellen und diesem einen Namen geben. Projekte werden automatisch im lokalen User-Data-Ordner gespeichert. Sie können aber auch einen eigenen Projektpfad wählen.

Vermeiden Sie bei der Namensgebung Umlaute und Sonderzeichen.

2. DGM importieren (Terrain)

Die erste georeferenzierte Datei, die Sie einlesen, setzt die Georeferenz des Projekts. Die Georeferenz von IFC-Planungen kann häufig nicht automatisch ausgelesen werden. Am einfachsten ist es daher, z. B. mit dem Digitalen Geländemodell (DGM) zu starten.

  • Klicken Sie auf das kleine Hinzufügen-Symbol der DGM-Sektion (es können auch mehrere Geländelayer erzeugt werden).
  • Wählen Sie nun den Pfad zu den Dateien (GeoTIFF oder XYZ) und die gewünschte Datei aus. Besteht Ihr DGM aus mehreren Kacheln, markieren Sie alle, die Sie importieren möchten. Klicken Sie auf „Öffnen“.
  • Nachdem Sie anschließend auf „Importieren“ geklickt haben (Dateipfade mit Umlauten können Probleme bereiten), erscheint ein Dialog zum Setzen des Koordinatensystems, in welchem die Daten vorliegen. Dies wird, falls möglich, automatisch gesetzt.
  • Nun wird das DGM importiert; je nach Größe und Auflösung dauert es einen Moment, bis die Rasterdaten in ein 3D-Modell umgewandelt worden sind.

 

Sie sehen nun einen DGM-Layer in Ihrer Übersicht. Am oberen Bildrand in der Mitte wird die gesetzte Georeferenz angezeigt. Schauen Sie sich das Gelände kurz an; die Belegung der Maussteuerung finden Sie unten am Bildschirmrand und in der folgenden Grafik.

3. DOP projizieren (Orthofoto / Textur)

Der Import von Orthofotos (oder anderen georeferenzierten Grafiken) verläuft analog zum Import des DGMs. Sollten Sie zuerst DOPs importieren, verläuft die Georeferenzierung analog.

  • Klicken Sie auf das kleine Hinzufügen-Symbol der „Rasterbilder Georeferenziert“-Sektion.
  • Wählen Sie nun den Pfad zu den Dateien (GeoTiff oder TIF/PNG/JPG + Georeferenz) aus und wählen Sie die gewünschte Datei aus. Besteht ihr DOP aus mehreren Kacheln, markieren Sie alle, die Sie importieren möchten und klicken Sie auf öffnen
  • Nachdem Sie anschließend auf „Importieren“ geklickt haben (Dateipfade mit Umlauten können Probleme bereiten), werden die Bilder entsprechend des Koordinatensystems und Basispunkts platziert (bewegen Sie die Kamera, falls die Inhalte nicht in Ihrem Sichtfeld sind)
  • Klicken Sie nun auf das Stiftsymbol, um in die Einstellungen der Ebene zu gelangen. Dort können Sie die Option „Auf Landschaft projizieren“ aktivieren. Anschließend stellen Sie den Transparenz-Slider auf 100%.

 

4. LOD2 Gebäude laden

Im nächsten Schritt importieren Sie Gebäudedaten. In Deutschland sind diese in der Regel im Format CityGML (LoD1 oder LoD2) verfügbar.

  • Klicken Sie auf das Hinzufügen-Symbol für „3D-Gebäudamodelle“.
  • Wählen Sie nun den Pfad zu den Dateien (CityGML oder Shape) aus und wählen Sie die gewünschte Datei aus. Bestehen die Datensätze aus mehreren Kacheln, markieren Sie alle, die Sie importieren möchten, und klicken Sie auf „Öffnen“.
  • Wählen Sie LoD2 (mittlerer Button) und anschließend „Importieren“ (Dateipfade mit Umlauten können Probleme bereiten).
  • Jetzt werden die Gebäude entsprechend des Koordinatensystems und Basispunkts platziert (bewegen Sie die Kamera, falls die Inhalte nicht in Ihrem Sichtfeld sind).
  • Klicken Sie nun auf das Stiftsymbol, um in die Einstellungen der Ebene zu gelangen.
  • Wählen Sie als Dachfarbe „DOP“ aus.

5. IFC importieren (Planung)

Nachdem wir die Basisdaten vollständig integriert haben, kommt als nächstes unsere Planungsdatei zum Einsatz. IFC Dateien, können wenn korrekt eingestellt und exportiert auch georeferenziert werden und somit entsprechen auch automatisch platziert werden. Fehlt die Georeferenzierung oder liegt diese in einem anderen Koordinatensystem vor, dann kann das IFC auch ohne Georeferenzierung  importiert werden, oder diese nach dem Import entfernt werden.

  • Klicken Sie im Inhaltemenü, bei 3D/BIM auf das hinzufügen Symbol
  • Wählen Sie die gewünschte Planungsdatei(IFC) aus und klicken Sie: import
  • Belassen Sie die Einstellungen auf “Georeferenz vorhanden” und detailgrad: “hoch” und klicken “Import fortsetzen”
  • Nach dem Import, klicken Sie den kleinen Pfeil, links neben dem Namen der neuen Planungsebene
    Evtl. wiederholen Sie diesen Schritt für Unterebenen und sehen so alle Elemente der Planung
  • Wenn Sie mit der Maus über einer Ebene hovern oder diese Auswählen, wird diese Ebene im Bild türkis umrandet, so dass Sie sehen können um welche ebene es sich handelt
  • Wenn zwei Planungebenen Deckungsgleich sind (sich am selben Ort befinden) kommt es zu unerwünschte, Flackern, Sie müssen die Ebene finden, die dieses Problem verursacht, z.B. eine Spur die auf der gleichen Höhe wir die Asphaltdeckschicht liegt und diese über das Augensymbol rechts ausblenden
  • Rechts neben dem Ebenennamen sehen Sie ein Quadrat (Materialvorschau) mit dem Standardmaterial “IFC”. klicken Sie darauf um den Materialbrowser zu öffnen und ein Material zuzuweisen. Vergeben Sie an alle Sichtbaren Ebenen das jeweils gewünscht Material.

Oft ist es hilfreich, die DGM Ebene für diesen Schritt auszublenden, da es häufig zu Überdeckungen kommt, die wir anschließen beseitigen.

Danke an dieser Stelle an das Ingenieurbüro GBi für die Bereitstellung der Planungsdaten.

6. DGM / Layer editieren

Der nächste Schritt ist die Stellen zu korrigieren, an denen das DGM layer die Planung verdeckt. Hierzu öffnen wir wieder die Inhaltlsübersicht:

  • Klicken Sie rechts auf den Stift, der DGM Ebene, die Sie editieren möchten (evtl. DGM über Pfeil links aufklappen)
  • Das Editmenü hat auf der linken Seite eine Reihe von Funktionen/Buttons, wir benötigen die Funktion “Landschaft absenken” klicken Sie diese.
  • Im Kontextmenü sind Radius und Stärke standardmäßig auf 1000 und 1 eingestellt, als Anfangseinstellung nehmen wir 500 und 0,1
  • Jetzt können Sie mir der Maus/linken Maustaste die Landschaft an den störenden Stellen absenken
  • Legen Sie jetzt die gesamte Planung frei und achten Sie dabei darauf, dass Sie vorsichtig und gleichmäßig absenken.

7. Grafiken projizieren

In GeoVisual – Civil Engineer haben Sie die Möglichkeit Grafiken, wie z.B. Pläne oder Straßenmarkierungen direkt auf alle Inhalte, oder die Landschaft projizieren.

  • Klicken Sie analog zu den vorherigen Ebenen auf den Plus-Button der Sektion “Rasterbilder Projektionen”
  • Wählen Sie die Grafik “strassenmarkierungen.png” des Demodatensatzen aus
  • Nach dem Import liegt die Grafik im Nullpunkt (in der Regel der Mittelpunkt) der Szene, lokalisieren Sie diese.
  • Anschließend öffnen Sie die Optionen der Ebene über den Stift-Button
  • Betätigen Sie nun den Button “Positionieren”
  • Jetzt klicken Sie mit der Maus an eine Stelle der Grafik Ihrer Wahl und anschließen an den Ort, zu dem dieser Punkt verschoben werden soll
  • Ändern Sie nun die Skalierung und ggf. Rotation der Grafik um der Straßenplanung zu entsprechen. Verschieben Sie die Grafik ggf. erneut um sie korrekt zu positionieren

8. Asset-Bibliothek und Ausgestaltung

Jetzt, da alle Planungs- und GeoDaten integriert sind, haben wir die Möglichkeit unsere Szene mit der internen Objektbibliothek zu vervollständigen. Rund um die Planung der Demodaten befindet sich ein Waldstück, das Sie für einen realisitischen Eindruck mit 3D Bäumen befüllen.

  • Klicken Sie im Menü den ersten Button unter der Kategorie “Skizieren”: “Inhalte platzieren”
  • Wählen Sie jetzt einen Inhalt aus: “Vegetation -> Bäume -> Mischwald”
  • Sie haben jetzt ein Flächenwerkzeug, mit dem Sie Waldstücke zeichnen können ausgewählt
  • Zeichnen Sie jetzt Schritt für Schritt die Waldstücke nach, die Sie auf dem Luftbild erkennen können.
  • Anschließend können Sie die Modellbobliothek erforschen und z.B. Fahrzeuge oder Verkehrsschilder platzieren

9. Cesium 3D Tiles

Jetzt, da alle Planungs- und Geodaten integriert sind, ist die Visualisierung vollständig ausgearbeitet. Allerdings ist die Kante des DGMs sehr nah, sodass keine Weitsicht gegeben ist. Es wäre zwar möglich, ein wesentlich größeres DGM (und auch DOP) hinzuzufügen, allerdings beeinträchtigt dies die Performance des Projekts sehr stark. Daher gibt es die Möglichkeit, eine Cesium-Ebene mit Google 3D Tiles hinzuzufügen.

  • Gehen Sie wieder zur “Inhalte”-Übersicht.
  • Klicken Sie bei “Cesium Tiles” auf “Hinzufügen”.
  • Meist liegt die Landschaft zu hoch; nutzen sie den Wert “Absenkung” um die richtige Höhe einzustellen (ca. 350).
  • Klicken Sie jetzt auf den Button “Landschaft ausschneiden”.
  • Jetzt wir der Bereich des DGMs aus den Google Tiles entfernt, um Überschneidungen zu vermeiden.

Hinweis: Wenn Sie diese Funktion verwenden, wird aus rechtlichen Gründen links unten eine Urheberrechte-Referenz eingeblendet. Verwenden Sie dei 3D-Tiles am besten am Ende der Projektarbeit, da es zu Problemen bei der Kollisionsprüfung kommen kann, wenn Sie Objekte platzieren.

10. Präsentationen erstellen und als Videos exportieren

Als letzten Schritt können Sie ein Video Ihrer Visualisierung erstellen und exportieren.

  • Wählen Sie links die Funktion “Verwalten von Präsentationen” aus.
  • Klicken Sie auf “Neu”.
  • Geben Sie Ihrer Präsentationen einen Namen.

Jetzt erscheint eine Timeline mit einem Pluszeichen auf der linken Seite

  • Suchen Sie sich einen Bildausschnitt, den Sie in Ihrem Video haben möchten.
  • Klicken Sie auf das “+” in der Timeline.
  • Ein Clip wird erzeugt, dessen Anfangs- und Endposition der aktuelle Bildausschnitt ist.
  • Bewegen Sie sich zu einer Position, die der Endpunkt des Clips sein soll.
  • Bewegen Sie die Maus auf den kleinen Bereich des Clips mit dem Titel “Ende”.
  • Es erscheinen zwei Buttons.
  • Klicken Sie den linken Button, um den Endpunkt zu setzen (der rechte Button versetzt Sie in die aktuell gespeicherte Endansicht).

Mit dem kleinen Play-Button im Clip, können Sie Ihren Clip ansehen, mit dem Play-Button am oberen der Timeline die ganze Sequenz.

  • Fügen Sie weitere Clips hinzu.
  • Wenn Sie mit Ihrer Sequenz zufrieden sind, klicken Sie das “Video”-Thumbnail am oberen Rand an.
  • Im erscheinenden Auswahlmenü, klicken Sie auf “mp4”
  • Wählen Sie einen Speicherort und Namen.
  • Ihr Video wird als h264 kodierte MP4-Videodatei exportiert.

Herzlichen Glückwunsch!

Sie haben Ihre erste Visualisierung mit GeoVisual – Civil Engineer erstellt.